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Ratgeber9 Min. Lesezeit

Kita Schließzeiten 2026: Was gilt in Bayern, NRW, Berlin und allen Bundesländern?

Kita-Schließzeiten im Vergleich: Bayern bis 35 Tage, NRW 20, Berlin 25 Werktage. Elternrechte, Notbetreuung und Alternativen für den Sommer 2026 – alle 16 Bundesländer.

von Artur Sopelnik · Gründer von kitabewertungen.de

Kita Schließzeiten 2026: Was gilt in Bayern, NRW, Berlin und allen Bundesländern?
Foto: Pexels auf Unsplash

Im Herbst 2024 waren 59 Prozent der berufstätigen Eltern von Kita-Schließungen oder verkürzten Betreuungszeiten betroffen (Hans-Böckler-Stiftung, WSI-Umfrage, Dezember 2024). Wie lange deine Kita schließen darf, hängt dabei stark davon ab, wo du wohnst. Was in Bayern, NRW, Berlin und allen anderen Bundesländern gilt, welche Rechte du hast und wie du den Sommer planst: hier bekommst du die Antworten.

Das Wichtigste auf einen Blick:

  • Kitas dürfen je nach Bundesland zwischen 15 und 35 Tage pro Jahr schließen, der Sommer macht davon 2 bis 3 Wochen aus.
  • 48 % der betroffenen Eltern opfern dafür ihren eigenen Urlaub (Hans-Böckler-Stiftung, 2024).
  • Notbetreuung muss schriftlich beantragt werden, Frist ist oft März bis April.
  • Wer keinen Notbetreuungsplatz bekommt, kann das Jugendamt einschalten.
  • Bei vertragswidriger Schließung können Eltern Schadensersatz für Alternativbetreuungskosten fordern.

Wie viele Schließtage darf eine Kita gesetzlich haben?

Kitas hatten 2022/23 im Bundesdurchschnitt rund 20 Arbeitstage Schließzeiten pro Jahr (KomDat Kinder- und Jugendhilfe, Heft 2/24, DJI). Das klingt überschaubar, doch zwischen den Bundesländern gibt es riesige Unterschiede: In Bayern, Baden-Württemberg und dem Saarland hatten über 60 Prozent der Einrichtungen mehr als fünf Wochen Schließzeiten. In Hamburg und ostdeutschen Ländern waren es maximal 4 Prozent.

Die genaue Höchstgrenze ist Ländersache. Es gibt keine bundesweite Regelung, die für alle Einrichtungen gleichmäßig gilt. Was zählt, ist das Landesgesetz und der Betreuungsvertrag, den du mit der Kita geschlossen hast.

Kita Schließzeiten nach Bundesland: Der vollständige Vergleich

Die folgende Tabelle zeigt, wie stark die gesetzlichen Grenzen je nach Bundesland auseinandergehen. Bayern erlaubt mit 35 Tagen mehr als das Doppelte von NRW. Für Eltern, die beruflich wenig Spielraum haben, ist das kein theoretischer Unterschied, sondern handfeste Planungsrealität.

BundeslandRechtsgrundlageMax. SchließtageKitas finden
BayernBayKiBiG § 2135 (inkl. 5 Fortbildungstage)Kitas in Bayern
Baden-WürttembergKiTaG BW (kommunal geregelt)Träger- und kommunalabhängigKitas in BW
BerlinBerliner RV Tagesbetreuung25 WerktageKitas in Berlin
BrandenburgKitaG BBTräger- und kommunalabhängigKitas in Brandenburg
BremenKiTaG BremenTräger- und kommunalabhängigKitas in Bremen
HamburgKibeHG HamburgIn der Praxis unter 20 TageKitas in Hamburg
HessenHKJGB HessenTräger- und kommunalabhängigKitas in Hessen
Mecklenburg-VorpommernKiföG M-VIn der Praxis unter 20 TageKitas in M-V
NiedersachsenKiTaG NiedersachsenTräger- und kommunalabhängigKitas in Niedersachsen
Nordrhein-WestfalenKiBiz § 2720 geplante TageKitas in NRW
Rheinland-PfalzKiTaG RLPTräger- und kommunalabhängigKitas in RLP
SaarlandKITA-Gesetz SaarlandHäufig über 25 Tage (Praxis)Kitas im Saarland
SachsenSächsKitaGIn der Praxis unter 20 TageKitas in Sachsen
Sachsen-AnhaltKiFöG LSAIn der Praxis unter 20 TageKitas in Sachsen-Anhalt
Schleswig-HolsteinKiTaG SHTräger- und kommunalabhängigKitas in SH
ThüringenThürKiTaGIn der Praxis unter 20 TageKitas in Thüringen

Quellen: BayKiBiG, LWL-Landesjugendamt NRW (KiBiz § 27), Kitarechtler Berlin, KomDat DJI 2/24

Schließzeiten im Jahresüberblick

Neben dem Sommer verteilen sich die Schließtage typischerweise auf weitere Zeiträume:

  • Sommer (Juli/August): 2 bis 3 Wochen
  • Weihnachten/Neujahr: rund 5 Tage
  • Ostern: 1 bis 2 Tage
  • Konzeptionstage (verteilt): 3 bis 5 Tage

Wer diese Zeiträume kennt, kann die eigene Urlaubsplanung frühzeitig darauf abstimmen. Wenn du wissen möchtest, was eine gute Kita generell auszeichnet, findest du mehr dazu im Vergleich von Krippe, Tagespflege und Kita.


Maximale Kita-Schließtage je Bundesland (Auswahl)

Maximale Kita-Schließtage je Bundesland (Auswahl)

Bayern

35

Saarland

~25+

Berlin

25

NRW

20

Hamburg / Ost-DE

~15

Quellen: BayKiBiG, KiBiz § 27, KomDat DJI 2/24, Berliner RV Tagesbetreuung


Wann schließt die Kita im Sommer 2026?

Der Sommer ist die längste und für Eltern folgenreichste Schließzeit des Jahres. Im Bundesdurchschnitt fallen 2 bis 3 Wochen in den Juli oder August, was konkret 10 bis 15 Werktage ausmacht. Das Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung ermittelte im Juli 2024, dass 37 Prozent der Familien mit Kindern über 3 Jahren im Sommer einen Betreuungsengpass von mehr als 5 Stunden pro Woche haben (BiB, Juli 2024).

Die konkreten Termine für Sommer 2026 bekommst du nur direkt von deiner Kita. Eine gesetzliche Ankündigungsfrist gibt es bundesweit nicht. Üblich ist, dass Träger die Schließzeiten bis August des Vorjahres bekanntgeben. Wer bis jetzt noch nichts gehört hat, sollte einfach kurz nachfragen.

Ein oft übersehener Punkt: Konzeptionstage oder Teamfortbildungen werden in manchen Bundesländern nicht auf die regulären Schließtage angerechnet. In Bayern kommen bis zu 5 Fortbildungstage obendrauf. Das kann bedeuten, dass deine Kita rein rechnerisch bis zu 7 Wochen pro Jahr geschlossen ist, ohne gegen geltendes Recht zu verstoßen.

Zwei Kinder spielen lachend im sonnigen Sommergarten

Wann bekommst du die Schließzeiten mitgeteilt?

Viele Kitas versenden die Jahresplanung im Herbst oder spätestens im Januar. Wenn du bis Februar noch keine schriftliche Information hast, liegt das nicht an dir. Frag die Kita-Leitung direkt an, am besten per E-Mail, damit du die Antwort schriftlich hast. Das ist auch dann sinnvoll, wenn du die Zeiten für deinen Urlaubsantrag beim Arbeitgeber benötigst.

Welche Rechte haben Eltern, wenn die Kita schließt?

44 Prozent der betroffenen Eltern erlebten 2024 ungeplante Schließungen wegen Personalmangels, 29 Prozent verloren dabei mindestens 2 Betreuungstage innerhalb von 3 Monaten (Hans-Böckler-Stiftung, WSI-Umfrage, 2024). Kein Ausnahmefall also. Und was viele nicht wissen: Die rechtlichen Grundlagen geben Eltern deutlich mehr Handhabe, als es auf den ersten Blick scheint.

Lohnfortzahlung nach § 616 BGB

Wenn die Kita kurzfristig und unvorhergesehen schließt, kannst du für 2 bis 5 Tage Lohnfortzahlung nach § 616 BGB geltend machen, weil du aus einem persönlichen Grund unverschuldet an der Arbeit verhindert bist. Wichtig: Viele Arbeitsverträge schließen § 616 BGB ausdrücklich aus. Prüf das in deinem Vertrag, bevor du dich darauf verlässt.

Träger muss Alternativplatz nachweisen

Nach SGB VIII § 22a Abs. 3 ist der Träger verpflichtet, bei einer Schließung einen alternativen Betreuungsplatz nachzuweisen. Das gilt insbesondere bei geplanten Schließzeiten. Wenn die Kita das nicht tut, hat das Jugendamt die Koordinationsaufgabe. Viele Eltern wissen nicht, dass sie diesen Anspruch aktiv einfordern können.

Behördlich angeordnete Schließungen

Falls die Kita aufgrund einer behördlichen Anordnung (etwa wegen eines Infektionsausbruchs nach IfSG § 56) geschlossen wird, hast du als berufstätiger Elternteil Anspruch auf eine Entschädigung von 67 Prozent deines Verdienstausfalls für bis zu 6 Wochen. Diesen Antrag stellst du beim zuständigen Gesundheitsamt.

Schadensersatz bei vertragswidriger Schließung

Schließt eine Kita über die im Betreuungsvertrag vereinbarte oder gesetzlich erlaubte Höchstdauer hinaus, können Eltern Schadensersatz in Höhe der tatsächlichen Kosten für Alternativbetreuung verlangen. Das ist kein theoretisches Recht. Kitarechtler dokumentieren entsprechende Fälle und empfehlen, alle Belege für Notfallbetreuung sorgfältig aufzubewahren.


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Wie reagieren Eltern auf Kita-Schließungen?

Reaktionen

n = Betroffene Eltern

48 % nutzten Urlaub/Überstunden

44 % erlebten ungeplante Schließung

40 % der Mütter reduzierten Arbeitszeit

Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, WSI-Umfrage, Dezember 2024


Wer mehr über Kita-Kosten und was Eltern tatsächlich zahlen wissen möchte, findet im Artikel Kita-Kosten in Deutschland einen vollständigen Überblick.

Notbetreuung für den Sommer beantragen: So gehst du vor

48 Prozent der betroffenen Eltern lösen das Problem mit eigenem Urlaub oder Überstundenabbau, 40 Prozent der Mütter reduzieren vorübergehend ihre Arbeitszeit (Hans-Böckler-Stiftung, 2024). Das geht auch anders: Wer Notbetreuung beantragt, bevor die Listen voll sind, hat eine echte Alternative.

Nur zur Einordnung: Wer sich erst im Mai oder Juni meldet, steht in vielen Städten vor geschlossenen Wartelisten. Die Träger koordinieren Sommerlösungen oft schon ab März. Jetzt ist also der richtige Zeitpunkt.

Schritt 1: Bedarf schriftlich anmelden

Melde deinen Notbetreuungsbedarf schriftlich bei der Kita-Leitung oder dem Träger an. Viele Träger haben dafür eigene Formulare. Die Anmeldefrist liegt häufig zwischen März und April für die Sommerbetreuung. Frag aktiv nach, wenn du keine Ausschreibung dazu erhalten hast.

Schritt 2: Arbeitgeberbescheinigung beifügen

Fast alle Träger verlangen einen Nachweis der Berufstätigkeit beider Elternteile als Voraussetzung für einen Notbetreuungsplatz. Stell dieses Dokument frühzeitig beim Arbeitgeber an, weil manche Personalabteilungen dafür mehrere Tage brauchen.

Schritt 3: Jugendamt einschalten, wenn kein Platz da ist

Falls der Träger keine freien Kapazitäten für die Notbetreuung hat, ist das Jugendamt die nächste Anlaufstelle. Es hat nach SGB VIII die Koordinationsaufgabe und kann alternative Plätze in benachbarten Einrichtungen vermitteln. Verbundlösungen zwischen Kitas sind in Großstädten schon heute üblich.

Schritt 4: Verbundlösung oder Partnereinrichtung anfragen

In vielen Kommunen kooperieren mehrere Kitas im Sommer. Eine Einrichtung bleibt geöffnet und nimmt Kinder aus dem Verbund auf. Das klingt manchmal ungewohnt, ist aber für viele Kinder problemlos möglich, weil das Personal bekannt ist oder die Gruppen altersgemischt arbeiten.

Kind läuft fröhlich über eine grüne Sommerwiese

Schritt 5: Lösung schriftlich bestätigen lassen

Sobald du einen Notbetreuungsplatz zugeteilt bekommst, bitte den Träger um eine schriftliche Bestätigung mit Datum und Einrichtung. Das ist wichtig, wenn du den Betreuungsnachweis für deinen Arbeitgeber oder eine eventuelle Schadensersatzforderung brauchst.

Welche Alternativen gibt es zur Kita im Sommer?

Klappt Notbetreuung nicht, braucht es Plan B. 29 Prozent der Familien mit Kindern unter 3 Jahren haben im Sommer laut Bundesinstitut für Bevölkerungsforschung einen Betreuungsengpass von mehr als 5 Stunden pro Woche (BiB, Juli 2024). Optionen gibt es, und mehr davon als viele kennen.

Tagesmutter oder Tagesvater

Tagespflegepersonen betreuen bis zu 5 Kinder im eigenen Haushalt oder in angemieteten Räumen. Das Jugendamt vermittelt geeignete Personen in deiner Nähe und prüft deren Qualifikation. Tagespflege eignet sich besonders für jüngere Kinder und bietet eine familiäre Umgebung. Mehr über den Unterschied zwischen Tagespflege und Kita findest du im Vergleich der Betreuungsformen.

Ferienprogramme von Vereinen und Gemeinden

Sportvereine, Kirchen und Gemeinden bieten im Sommer oft Ferienbetreuung an, häufig tage- oder wochenweise buchbar. Diese Programme sind meist günstiger als private Anbieter und für Kinder ab etwa 3 Jahren geeignet. Die Anmeldefristen liegen oft im Frühjahr, also auch hier: lieber früh schauen.

Betriebliche Kita-Verbünde

Viele größere Arbeitgeber in Städten haben eigene Betreuungsangebote oder kooperieren mit Kita-Verbünden. Falls du für ein Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern arbeitest, lohnt sich eine Anfrage beim Betriebsrat oder der Personalabteilung. Manche Betriebe haben für genau diesen Zweck Sommertage reserviert.

Notmütterdienst

In mehreren deutschen Städten gibt es einen organisierten Notmütterdienst: Ausgebildete Betreuungspersonen kommen direkt zu dir nach Hause. Für ein paar Tage funktioniert das gut, als Dauerlösung taugt es nicht. Die Kosten unterscheiden sich je nach Anbieter und Stadt.

Privates Netzwerk als Notfallplan

Großeltern, Nachbarn, befreundete Familien: Ein verlässliches privates Netzwerk ist die einfachste und oft günstigste Lösung. Wer das im Voraus organisiert und kommuniziert, hat eine echte Absicherung. Sprich solche Absprachen möglichst konkret durch, damit alle Beteiligten wissen, was in welchem Fall gilt.

Kitas in deinem Bundesland suchen

In Bewertungen anderer Eltern taucht das Thema Schließzeiten und Kommunikation regelmäßig auf. Auf kitabewertungen.de kannst du gezielt danach filtern und schauen, wie transparent eine Einrichtung in deiner Nähe tatsächlich ist, bevor du einen Besichtigungstermin vereinbarst.

Direkt zu deinem Bundesland:

Bayern · Baden-Württemberg · Berlin · Brandenburg · Bremen · Hamburg · Hessen · Mecklenburg-Vorpommern · Niedersachsen · Nordrhein-Westfalen · Rheinland-Pfalz · Saarland · Sachsen · Sachsen-Anhalt · Schleswig-Holstein · Thüringen

Oder direkt zur Übersicht aller Bundesländer.


Häufig gestellte Fragen zu Kita Schließzeiten

Wie viele Schließtage darf eine Kita in Bayern haben?

In Bayern erlaubt das BayKiBiG bis zu 30 reguläre Schließtage pro Jahr, dazu kommen bis zu 5 Tage für Teamfortbildungen. In der Summe sind also bis zu 35 Tage möglich. In der Praxis hatten über 60 % der bayerischen Einrichtungen mehr als fünf Wochen Schließzeiten (KomDat DJI, 2/24). Bewertungen anderer Eltern zu Kitas in Bayern findest du auf kitabewertungen.de/bundesland/bayern.

Wie viele Schließtage darf eine Kita in NRW haben?

In Nordrhein-Westfalen begrenzt KiBiz § 27 die geplanten Schließzeiten auf 20 Tage pro Jahr (LWL-Landesjugendamt NRW). Ungeplante Ausfälle durch Personalmangel zählen separat. NRW hat damit eine der klarsten gesetzlichen Grenzen in Deutschland. Kitas in NRW mit Elternbewertungen findest du unter kitabewertungen.de/bundesland/nordrhein-westfalen.

Wie viele Schließtage darf eine Kita in Berlin haben?

In Berlin gilt die Rahmenvereinbarung Tagesbetreuung, die Kitas auf maximal 25 Werktage Schließzeit pro Jahr begrenzt. Während der Schließzeiten muss eine angemessene Betreuung sichergestellt sein (Kitarechtler.de). Für Berliner Kitas und Bewertungen von Eltern geht es direkt zu kitabewertungen.de/berlin.

Wie lange darf die Kita im Sommer schließen?

Das hängt vom Bundesland ab. Im Bundesdurchschnitt liegen die gesamten Schließzeiten bei rund 20 Arbeitstagen pro Jahr (KomDat DJI, 2/24), davon entfallen etwa 2 bis 3 Wochen auf den Sommer. Bayern erlaubt bis zu 35 Tage insgesamt, NRW 20, Berlin 25 Werktage. Dein Betreuungsvertrag legt die konkreten Zeiten fest.

Was passiert, wenn mein Arbeitgeber keinen Urlaub genehmigt?

Bei kurzfristigen und unvorhergesehenen Schließungen kannst du dich auf § 616 BGB berufen, der eine bezahlte Freistellung für 2 bis 5 Tage ermöglicht. Wichtig: Viele Arbeitsverträge schließen diesen Paragraphen aus. Sprich das direkt mit deiner Personalabteilung ab und kläre, welche internen Regelungen es gibt, etwa Homeoffice oder flexible Arbeitszeiten.

Muss die Kita die Schließzeiten rechtzeitig ankündigen?

Eine gesetzliche Frist gibt es nicht, bundesweit gilt das einheitlich. Üblich ist, dass Träger die Termine bis August des Vorjahres bekanntgeben. Hast du bis Frühjahr noch nichts, frag einfach nach. Am besten per E-Mail, damit du etwas Schriftliches in der Hand hast und es direkt für den Urlaubsantrag nutzen kannst.

Kann ich Gebühren zurückfordern, wenn die Kita geschlossen ist?

Das hängt vom Betreuungsvertrag und dem Träger ab. Bei regulären, angekündigten Schließzeiten innerhalb der erlaubten Grenzen gibt es in der Regel keinen Rückerstattungsanspruch. Bei vertragswidrigen oder überlangen Schließungen kannst du Schadensersatz für tatsächlich entstandene Alternativbetreuungskosten verlangen. Bewahre alle Belege auf.

Wo finde ich heraus, ob es in meiner Stadt eine Notbetreuung gibt?

Die erste Anlaufstelle ist immer die Kita-Leitung oder der Träger. Wenn dort keine Kapazität ist, hilft das Jugendamt weiter. In vielen Großstädten gibt es außerdem kommunale Betreuungsportale oder Familieninformationszentren, die Sommerangebote bündeln. Wer eine neue Kita sucht oder Bewertungen anderer Eltern lesen möchte, findet auf kitabewertungen.de Einrichtungen in der eigenen Nähe.


Fazit: Früh planen, Rechte kennen, ruhig in den Sommer gehen

Der Sommer 2026 kommt. Wie entspannt er wird, hängt nicht nur vom Wetter ab. In Bayern können Kitas rein rechtlich bis zu 7 Wochen schließen, in Hamburg oder Sachsen sind es oft nur 3. Wer jetzt die Schließzeiten erfrägt, Notbetreuung beantragt und einen Notfallplan im Kopf hat, vermeidet den typischen Engpass im Juli.

Konkret: Frag deine Kita nach dem Sommerplan, reiche den Notbetreuungsantrag mit Arbeitgeberbescheinigung ein und sprich dein Netzwerk an. Noch auf der Suche nach der richtigen Einrichtung? Der Kita-Findungs-Leitfaden hilft weiter.

Auf kitabewertungen.de findest du Kitas in deinem Bundesland mit echten Elternbewertungen zu Betreuungsqualität, Organisation und Kommunikation. Ein guter erster Schritt, bevor du den ersten Besichtigungstermin ausmachst.

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